Die induzierbare Isoform NFATc1/aA als selektives neues therapeutisches Target zur Hemmung der Transplantatabstoßung

IZKF-Prjojekt D-235

 Projektleiter: Dr. med. J. Baur

Dr. A. Avots (molekulare Pathologie)

PD Dr. U. Steger

Beteiligte Wissenschaftler

Prof. Dr. C. Otto

Prof. Dr. E. Serfling (molekulare Pathologie)

Projektbeschreibung

Die medikamentöse Hemmung (Immunsuppression) einer Abstoßungsreaktion nach Transplantation von körperfremden (allogenen) Organen wie z.B. Herz, Niere und Leber stellt nach wie vor eine klinische Herausforderung dar. Der Einsatz dieser Medikamente geht häufig mit erheblichen Nebenwirkungen einher. Ziel dieses Projektes ist die Identifikation einer therapeutischen Zielstruktur (Target), über deren hochselektive Hemmung eine wirksame Immunsuppression mit geringem Nebenwirkungsprofil initiiert werden kann.

Ein solches Target, stellt aus der Sicht der Antragssteller, das für die Aktivierung von Immunzellen essentielle intrazelluläre Regulator-Protein NFATc1/?A dar. Um dieses Protein bzw. Faktor auf seine immunsuppressive Eignung zu überprüfen, wird eine Mauslinie eingesetzt, in der dieser Faktor nicht ausgebildet bzw. exprimiert wird (NFATc-Defizienz). Erste Daten weisen darauf hin, dass eine NFATc1-Defizienz in B-Lymphozyten die Abstoßung eines kompletten allogenen Herztransplantats signifikant verzögert, während die NFATc-Defizienz in T-Lymphozyten zu einer Langzeitfunktion allogener Organtransplantate führt. Im vorliegenden Versuchsvorhaben wollen die Antragsteller die Bedeutung individueller NFATc1-Isoformen für die Transplantatabstoßung und die zellulären sowie molekularen Mechanismen für die in NFATc1-defizienten Tieren beobachtete Langzeitfunktion allogener Organtransplantate untersuchen. Die Ergebnisse dieses Versuchsvorhabens sollen zur Bestätigung und Charakterisierung molekularer Zielstrukturen führen, deren gezielte Hemmung die Transplantatabstoßung spezifisch und nebenwirkungsarm verhindert.

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